Die deutsche Mittelschicht legt ihr Geld vorwiegend in konservativen Anlageformen an. Dabei steht die Kapitallebensversicherung an erster Stelle. Das Meinungsinstitut Forsa führte zusammen mit der Kölner Versicherungsgesellschaft Gothaer eine Studie durch, bei der sie 1.000 Personen nach ihren Vorsorgemaßnahmen befragten. Die Teilnehmer der Studie wurden nach einem dreidimensionalen Verfahren der Mittelschicht zugerechnet. Neben dem Einkommen zählten auch Bildungsstand und die berufliche Stellung zu den Auswahlkriterien.
Die Hälfte der Befragten setzt auf Kapitallebensversicherungen
Die häufigste Geldanlage ist die Kapitallebensversicherung. 500 Personen gaben an, mit dieser Anlage für das Alter vorzusorgen. 48 Prozent legen ihre Ersparnisse in Immobilien an. Auch das Sparbuch belegt mit 46 Prozent einen Spitzenplatz. Für die Riester-Rente entschieden sich 41 Prozent. Nur 18 Prozent der Befragten setzten auf eine Geldanlage in Aktien. Damit zeigt sich die deutsche Mittelschicht wenig risikobereit und legt eher Wert auf Sicherheit bei der Geldanlage.
Private Haftpflichtversicherung gilt als wichtigste Versicherung
Wichtiger als die Altersvorsorge ist für die Teilnehmer der Studie die Haftpflichtversicherung. 78 Prozent halten diese Versicherung für unentbehrlich. Weit abgeschlagen folgt die Hausratversicherung, die nur 37 Prozent für sehr wichtig halten. Als unwichtig werden Versicherungen für Pflege oder Sterbegeld angesehen. Insgesamt fühlt sich die deutsche Mittelschicht als sehr gut abgesichert. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben allerdings nur 22 Prozent der Befragten abgeschlossen. Die meisten Studienteilnehmer halten diese aber für sehr wichtig und erwägen, dieser Versicherung noch abschließen zu wollen.
Das interessanteste Ergebnis der Studie ist die Tatsache, dass die private Vorsorge für das Alter den meisten Teilnehmern weniger wichtig zu sein scheint als die Haftpflichtversicherung oder eine Hausratversicherung.
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