Statistiken zeigen, dass Frauen im Alter deutlich häufiger von Armut betroffen sind als Männer. Die Ursachen hierfür sind zum einen, dass Frauen noch immer geringer bezahlt werden als Männer, zum anderen können Frauen wegen der Kindererziehung nicht so lange Beitragszeiten nachweisen. Die Altersvorsorge für Frauen sollte daher individuell auf die jeweilige Lebenssituation zugeschnitten sein und die drohende Versorgungslücke im Alter schließen.
Obwohl die Notwendigkeit der Altersvorsorge für Frauen offensichtlich ist, haben nur wenige Frauen privat vorgesorgt. Dabei gibt es verschiedene Altersvorsorgeprodukte, die auch für Frauen interessant sind.
Eines der interessanten Produkte ist die betriebliche Altersvorsorge. Seit einigen Jahren haben Arbeitnehmer das Recht, eine betriebliche Altersvorsorge einzufordern und so Beiträge direkt vom Bruttoeinkommen in den jeweiligen Vorsorgevertrag, bei dem es sich meist um eine Rentenversicherung handelt, einzuzahlen. Der große Vorteil ist dabei, dass die Beiträge direkt vom Bruttoeinkommen eingezahlt werden können und nicht versteuert werden müssen. Somit erhöht sich der Beitrag für die Rentenversicherung, was schließlich auch die Leistungen im Alter erhöht. Wie bei allen anderen Versicherungsverträgen sind diese aber sehr langfristig, das Laufzeitende wird meist auf das 60. oder 65. Lebensjahr festgeschrieben.
Viele Frauen können zudem aus Anlagen zur Riester-Rente profitieren. Der Staat fördert diese Riester-Rente mit einer Grundzulage von 154 Euro sowie einer Kinderzulage von 185 Euro. Junge Frauen, deren Kinder erst nach 2008 geboren wurden, erhalten sogar 300 Euro Kinderzulage pro Jahr. Um von dieser Förderung profitieren zu können, müssen lediglich vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in einen Riester-Vertrag (Rentenversicherung, Fondssparplan, Banksparplan) eingezahlt werden. Aufgrund des niedrigen Einkommens von Frauen sind die Beiträge hierfür daher meist sehr gering, um die volle Förderung erhalten zu können. Allerdings sind auch Riester-Verträge langfristig, eine eventuell vorzeitige Kündigung würde die Rückforderung von Beiträgen bedeuten.
Um die Altersvorsorge für Frauen flexibel gestalten zu können, kann als Zusatzprodukt zur Riester-Rente oder zur betrieblichen Altersvorsorge auch ein Fondssparplan abgeschlossen werden. Er ist jederzeit verfügbar, auch die Höhe der Einzahlungen kann variiert werden. Viele Frauen sind bei ihrer Anlageentscheidung nicht so stark Renditebewusst, sondern sicherheitsorientiert. Als Investmentfonds kommen daher offene Immobilienfonds, aber auch Mischfonds mit einem Anteil aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Immobilien in Frage.
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