Wer derzeit plant, eine Riester- oder Rürup-Rente abzuschließen, sollte sich beeilen: Ab 2012 sinkt der Garantiezins und die Rente mit 67 wird eingeführt. Bei einem Vertragsabschluss bis Jahresende kann noch von der alten Regelung profitiert werden.
Rentenkürzung bis 25% möglich
Zwar darf der Versicherte darauf hoffen, dass die Verzinsung ohnehin deutlich größer ausfällt als der Garantiezins von derzeit gerade einmal 2,25%. Die Senkung auf 1,75% im kommenden Jahr kann aber durchaus die Rentenansprüche verringern, wenn sich die Finanzmärkte schlecht entwickeln. Weil sich wegen der langen Laufzeit hohe Beträge summieren, kann der Rentenanspruch in ungünstigen Fällen um bis zu 25% sinken. Klarer ist die Situation bei der Rente mit 67, weil nur wenige Arbeitnehmer überhaupt so langen arbeiten werden, kommt die Einführung einer Rentenkürzung gleich. Dabei erfolgt die Anpassung aber nur schrittweise, eine mit Riester geförderte Rente ist 2012 ab 62 möglich.
Vor Vertragsabschluss kritisch vergleichen
Allerdings sollten auch diese Änderungen niemanden dazu verleiten, vorschnell einen Vertrag für eine private Rente zu unterschreiben. Wichtig ist eine unabhängige Beratung im Vorfeld. Oft wird von den Bankberatern eine unrealistische, zu hohe Lebenserwartung angenommen, die für den Versicherten zu überhöhten Beiträgen führt und sich am Ende nicht auszahlt. Ob sich eine solche Police wirklich lohnt, hängt eben in erster Linie davon ab, wie geschickt der Versicherer das Geld am Kapitalmarkt anlegt. Außerdem können hohe Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren die Rentenansprüche schmälern. Denn grundsätzlich steht eine durch Riester geförderte Rente derzeit in der Kritik der Experten. Nach einem ersten Fazit anlässlich 10 Jahren Förderung mit Riester enttäuscht die Rente durch wenig transparente Kalkulation und geringe Renditen.
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