Altersvorsorge: Vertrauen in Gold größer als in die Riester-Rente

Die sogenannte Riester-Rente, die einmal als etwas wirklich Neues, Sinnvolles gepriesen wurde, wird zunehmend skeptischer betrachtet. Die Altersvorsorge wird verstärkt in Form “realer” Werte, wie Immobilien oder Gold, geplant.

Eine Kapital gedeckte Altersvorsorge, wie sie auch die Riester-Rente darstellt, wird von vielen Menschen, die sich heute für ein Altersvorsorgemodell entscheiden, für wenig vertrauenswürdig erachtet. Zu turbulent und ungewiss geht es auf den Finanzmärkten zu. Für viele Anleger stellt sich daher eine Anlage in “Papieren” als ein Vabanquespiel dar, bei dem sie, so wird es vielfach gesehen, eher verlieren als gewinnen.

Die alten, bewährten Werte

In den Medien wird momentan sehr viel von Pleiten, sogar ganzer Staaten, berichtet, sodass die meisten Menschen weder Vertrauen noch Optimismus in Aktien, Versicherungen etc. haben. Diese können sozusagen von heute auf morgen ihren Wert einbüßen, und dann? Dann hat man nur seine eventuell recht kleine staatliche Rente. Darum zeichnet sich ein klarer Trend in Richtung “realer” Werte ab: Immobilien und Gold sind gefragt.

Erstaunliche Zahlen

In einer von der Postbank zur Altersvorsorge durchgeführten Studie ergaben sich erstaunliche Zahlen:

- jeder dritte Befragte setzt auf Immobilien,
- jeder achte Befragte spielt mit dem Gedanken, Gold zu kaufen.
- nur jeder achte Befragte ist von der Riester Rente überzeugt, würde sich in diese Richtung orientieren.

Diese Zahlen zeigen es plastisch: Neben der bewährten, sicheren (wenn auch nicht allzu hoch ausfallenden) staatlichen Rente orientieren sich die Berufstätigen an Werten, die sie “sehen” können. Ein Haus, das man selbst bewohnt oder vermietet, stellt einen konkreten Wert dar, der einem nicht genommen werden kann. Aber auch Goldbarren sind attraktiv, da aktuell die Goldpreise auch beträchtlich gestiegen sind, werden sie als veritable “Goldstücke” wahrgenommen.

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